Modbrix Imperialer Läufer – Speed Build Review

Der Imperiale Läufer kann sich optisch durchaus sehen lassen, ist aber eine echte Herausforderung, was den Aufbau betrifft. In Rezensionen waren einige der Verzweiflung nahe und berichteten auch von diversen Fehlteilen. Was das Set beinhaltet, wie sich der Aufbau gestaltet und wie die Qualität der Klemmbausteine ist, zeigt euch dieser Artikel.

Hersteller: Modbrix
Set-Nummer: MX1731002
Thema: Space
Erscheinungsjahr: 2019
Anzahl Teile: 658
Anzahl Figuren: 1
Ab Alter: 14
Aufbauzeit ca.: 7 Stunden

Welcher Läufer hier Pate gestanden hat, dürfte eingefleischten Fans der Weltraum-Saga sofort klar sein. Aus lizenzrechtlichen Gründen darf hier natürlich kein Name genannt werden. Der eine oder andere wird sich dennoch auf ein bezahlbares Set seiner Lieblingsserie freuen. Ich habe mich dieser Herausforderung ebenfalls angenommen und wurde mit unzähligen umgekehrten Baurichtungsumkehrungen in umgekehrter, abgewandelter und abgewinkelter Form überrascht. Es wurden alle Register gezogen, die man in irgendeiner Form ziehen konnte.

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Qualität der Klemmbausteine

Qualitativ gibt es an den Klemmbausteinen wirklich nichts auszusetzen. Die Klemmkraft ist hervorragend und wenn mal etwas wackeln sollte, dann ist das der verwendeten Bautechnik geschuldet. Oft werden Steine nur aufeinander gelegt und im weiteren Verlauf mit lediglich einer Noppe befestigt. Das kann einen hier und da schon mal zur Verzweiflung treiben. Immer wieder bricht etwas in sich zusammen und muss erneut zusammengesetzt werden. Dadurch ergibt sich auch die lange Bauzeit, die im Speedbuild nicht wirklich rüber kommt.

Es waren keine Noppensteine enthalten, die schlecht gegossen oder entgratet waren. Auch was Fehlteile betrifft, hatte ich anscheinend Glück. Lediglich ein Technikpin hat gefehlt und 2 Bricks Modified waren in hellgrau statt dunkelgrau im Set. Damit kann man hinsichtlich des Preises noch leben, auch wenn man bei 658 Bricks und einem Preis von aktuell 29,90 EUR ein vollständiges Set erwarten dürfte. Andere hatten da deutlich weniger Glück und hatten essenzielle Fehlteile zu beklagen, die man nicht in der eigenen Grabbelkiste vorrätig hatte. Es scheint bei diesem Set also eher die Regel zu sein, dass es nicht vollständig ankommt. Wer mit diesem Risiko nicht leben kann, sollte besser die Finger von diesem Set lassen.

Die Bauanleitung

Im Vergleich mit anderen gängigen Klemmbausteinherstellern ist die Bauanleitung von Modbrix eher für Fortgeschrittene. Es ist zwar jeder einzelne Schritt beschrieben und manchmal auch durch kurze Texte ergänzt worden. Aber Die Bilder sind recht klein und es wird hier und da mal eine Noppe versteckt und man muss selber herausfinden, wie der Brick letztlich verbaut werden soll. In den allermeisten Fällen bin ich gut damit klar gekommen. Nur an einer Stelle war ein modifizierter Brick bei einer doppelten Baurichtungsumkehr eine kleine Rätselaufgabe.

Oft wurde die Farbdarstellung und die Größe der Bilder bemängelt. Die Grafiken sind tatsächlich sehr klein, man kann aber trotzdem alles gut erkennen. Abgesehen natürlich von versteckten Noppen, die auch bei einer größeren Darstellung immer noch versteckt gewesen wären. Das Schwarz und Dunkelgrau ist in den Grafiken recht gut zu unterscheiden, während man bei der Teileliste schon sehr genau hinschauen musste. Ich hab mir daher schnell angewöhnt, die Grafik des nächsten oder übernächsten Schritts anzusehen. So hatte ich mit den Farben keine Probleme mehr.

Gelegentlich wird in der Bauanleitung auf einen alternativen Stein hingewiesen. In meinem Set waren aber alle abgebildeten Klemmbausteine enthalten, sodass ich keine der Alternativen verwenden musste. Fast schon witzig fand ich dagegen die Steine, die mit dem Text „Should be printed“ gekennzeichnet waren. Diese sollten wohl bedruckt werden, wurden es aber nicht. Das Set enthält weder Aufkleber noch einen einzigen bedruckten Stein.

In manchen Bauschritten hätte man durchaus eine andere Reihenfolge wählen können. Man baut schon mal 5 Bauschritte zusammen, setzt diese dann an das Modell, nur um sie 5 Bauschritte später wieder abzunehmen, weil noch etwas dazwischen kommt.

Der Aufbau

Der Aufbau beginnt mit der Plattform, die später die Läufer aufnehmen soll. Anstatt eine Basis mit Noppensteinen zu bauen und diese das zu fliesen, werden sie liegend verbaut. Dadurch erhält man direkt eine glatte Oberfläche, muss man laufend die Baurichtung umkehren, um Noppen nach oben zu bekommen. Diese Umkehrungen werden oft mit nur einer Noppe gehalten oder gelegentlich auch nur durch die umliegenden Steine. Bis zum Schluss ist es eine sehr fragile Konstruktion, bei der man nie zu stark drücken darf. Es hat sich bewehrt, immer wieder komplette Bauschritte abzunehmen, separat festzudrücken und dann wieder an die Plattform zu setzen. Ein kleiner Kampf war der Schlauch, der von der Seite auf die Plattform gezogen wurde. Es hat etliche Versuche und verschiedene Positionen gebraucht, bis er endlich saß und nicht nach wenigen Sekunden wieder abgesprungen ist.

Der kleine Läufer war recht problemlos zu bauen und auch schnell fertig. Nur der Kopf war ein wenig wacklig und ich musste die angesetzten Teile immer wieder zurechtrücken. Auf dem kleinen, transparenten Teil hält er trotz einer einzigen Noppe recht gut und man kann ihn in eine optimale Position biegen.

Der große Läufer war schon ein wenig herausfordernder. Hier mussten auch einige Bauschritte wieder abgebaut werden, um weitere Bauschritte zwischen zu setzen. Das Gründgerüst mit dem Light Brick ist schnell gebaut und recht stabil. Im weiteren Verlauf werden alle Anbauteile separat gebaut und mit Gelenken an den Torso gesetzt. Diese Gelenke sitzen so stabil in den Aufnahmen, dass immer wieder die Anbauteile auseinander fallen, wenn man den Winkel einstellen möchte. Am besten dreht man sie erst in die gewünschte Position und klemmt sie dann an das Grundgerüst. Im Speed Build kann man sehen, wie ich das gelöst habe.

Die hohe Klemmkraft der Kugelgelenke sorgt im Gegenzug aber auch dafür, dass der Läufer einen festen Stand hat. Die Beine lassen sich sehr gut in Position bringen und verschieben sich im Nachhinein auch nicht wieder. Lediglich die Aufnahme der Basisplatte ist der schwach. Die Füße stehen auf eine einzelnen Noppe, deren Klemmkraft fast Null ist. Dreht man die Platte und der große Läufer wackelt ein wenig, löst er sich sofort von der Basis und kippt schlimmstenfalls um.

Schlussendlich habe ich noch die zwei kleinen Gleiter gebaut, die nur aus wenigen Teilen bestehen und problemlos zusammen gesteckt sind. Bei der Schnur, die einer der Gleiter um die Beine des Läufers wickelt, muss man wieder sehr vorsichtig ans Werk gehen. Im letzten Schritt habe ich noch die Mikrofigur aufgesteckt und der Bausatz war fertig.

Fazit:

Wenn ich ehrlich bin, hat mir der Aufbau dieses Sets Spaß gemacht, auch wenn es an vielen Stellen sehr friemelig war und mir immer mal wieder etwas auseinander gefallen ist. Als Spieleset für das Kinderzimmer ist es vollkommen unbrauchbar. In wenigen Minuten hätte man es in seine Einzelteile zerlegt. Aber auch im Regal muss man sehr vorsichtig sein. Mal eben Staub wischen könnte alles in sich zusammenstürzen lassen. Auch beim Verschieben sollte der große Läufer festgehalten werden. Wer das beachtet, mit diversen Fehlteilen leben kann und eine echte Herausforderung sucht, wird sicher Spaß mit diesem Set haben. Sollte Modbrix weitere Sets dieser Art herausbringen, werde ich sie mir auf jeden Fall kaufen.

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